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04.11.2026 - Updates

OpenCloud wird Teil der europäischen Forschungscloud EOSC

Wissenschaftlicher Fortschritt entsteht durch Zusammenarbeit. Damit Forschungsteams über Länder- und Organisationsgrenzen hinweg Daten austauschen und gemeinsam nutzen können, brauchen sie digitale Werkzeuge, die zuverlässig miteinander funktionieren. Die European Open Science Cloud (EOSC) schafft dafür eine gemeinsame Grundlage. Künftig bringen auch wir unsere Erfahrung mit Open-Source-Technologien in diese europäische Forschungsinfrastruktur ein.

OpenCloud wird Teil der europäischen Forschungscloud EOSC

Die Europäische Kommission hat am 30. Oktober 2026 bekannt gegeben, dass das Open Science Commons Consortium den Zuschlag für den weiteren Betrieb und die Weiterentwicklung des EOSC EU Node erhalten hat. Zu den Konsortialpartnern gehört das Poznan Supercomputing and Networking Centre (PSNC). Als dessen Unterauftragnehmer unterstützen wir mit OpenCloud die europäische Forschungsprojekt.

Wenn Forschungsdaten zusammenkommen müssen

Viele wissenschaftliche Fragestellungen lassen sich heute nur gemeinsam beantworten. Forschungsteams arbeiten an unterschiedlichen Standorten, tauschen große Datenmengen aus und greifen auf gemeinsame Ressourcen zurück. Um Skaleneffekte und Synergien zwischen Disziplinen, Institutionen und Forschungsgruppen zu ermöglichen, müssen Daten offen, auffindbar, zugänglich und wiederverwendbar sein (gemäß der FAIR-Prinzipien).

In der Praxis ist das nicht immer einfach. Forschungsdaten liegen häufig verteilt auf Servern verschiedener Hochschulen und Institute. Unterschiedliche IT-Systeme, Zugriffsrechte und technische Anforderungen erschweren den Austausch. Gleichzeitig müssen Daten geschützt und langfristig verfügbar bleiben.

Die European Open Science Cloud (EOSC) verfolgt das Ziel, Forschungsdaten, Software und digitale Dienste über Länder- und Organisationsgrenzen hinweg zugänglich zu machen und miteinander zu vernetzen. Damit sollen Forschende wissenschaftliche Ressourcen einfacher finden, nutzen und gemeinsam weiterentwickeln können.

Ein wichtiger Baustein ist der EOSC EU Node. Die von der Europäischen Kommission bereitgestellte Plattform ist seit Oktober 2024 in Betrieb. Sie bietet weit mehr als einen zentralen Speicherort: Forschende erhalten Zugang zu unterschiedlichen digitalen Diensten, darunter Werkzeuge für den Dateiaustausch, die gemeinsame Dokumentenbearbeitung und die Verarbeitung von Forschungsdaten. Gleichzeitig dient die Plattform als Referenz für die Vernetzung weiterer europäischer Forschungsinfrastrukturen.

Wie umfangreich die Plattform bereits genutzt wird, zeigen die Zahlen vom Oktober 2026: Der EOSC EU Node macht mehr als 190 Millionen Forschungsobjekte auffindbar und unterstützt rund 2.000 Forschungsgruppen. Damit bildet er eine wichtige Grundlage für den Austausch wissenschaftlicher Daten und die Zusammenarbeit in Europa.

Was OpenCloud dazu beitragen kann

Wenn viele Menschen gemeinsam mit großen Datenbeständen arbeiten, muss die zugrunde liegende Technologie einiges leisten. Dateien sollen zuverlässig verfügbar sein, Zugriffe sicher verwaltet werden und die Systeme auch bei steigender Nutzung leistungsfähig bleiben.

OpenCloud ist eine Open-Source-Lösung für Filesharing und Zusammenarbeit, die auf einer modernen, cloud-nativen Architektur basiert. Sie ist auf Skalierbarkeit und effizienten Betrieb ausgelegt und lässt sich über offene Schnittstellen in bestehende IT-Infrastrukturen integrieren. Damit bringt OpenCloud wichtige technologische Voraussetzungen für die Zusammenarbeit in großen, vernetzten Forschungsumgebungen mit.

Die bisherige File-Sync-and-Share-Lösung des EOSC EU Node basiert auf ownCloud Infinite Scale. Im Rahmen der Neuvergabe wird diese Lösung durch OpenCloud ersetzt.

Gemeinsam mit europäischen Partnern

Mit dem neuen Auftrag beginnt für den EOSC EU Node eine weitere Phase. Das ausgewählte Open Science Commons Consortium wird vom Athena Research and Innovation Center koordiniert. Weitere Partner sind PSNC, GÉANT Vereniging, OpenAIRE AMKE und Netcompany S.A..

Als Unterauftragnehmer von PSNC bringen wir unsere Erfahrung in der Entwicklung offener Filesharing- und Collaboration-Technologien ein. Gemeinsam mit den europäischen Partnern soll der bestehende Betrieb des EOSC EU Node sichergestellt und die Plattform entsprechend den Anforderungen der Forschung weiterentwickelt werden.

„Forschung lebt davon, dass Wissen geteilt wird und Menschen über Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Dafür braucht es digitale Werkzeuge, die zuverlässig funktionieren, offen sind und langfristig unabhängig betrieben werden können. Wir freuen uns, unsere Erfahrung in den EOSC EU Node einzubringen und gemeinsam mit unseren europäischen Partnern an einer offenen Forschungsinfrastruktur zu arbeiten“, sagt Klaas Freitag, CTO von OpenCloud.

Der neue Rahmenvertrag ist auf vier Jahre ausgelegt. Der Betrieb unter der neuen Vertragsstruktur soll am 14. Februar 2027 beginnen und kann vorbehaltlich entsprechender Beauftragungen und Finanzierung bis Ende 2030 fortgeführt werden.

Wir freuen uns gemeinsam mit PSNC und den weiteren europäischen Partnern an einer Forschungsinfrastruktur mitzuarbeiten, die den offenen Austausch von Wissen unterstützt und Europas digitale Unabhängigkeit stärkt.